Adventskonzert • 14.12.2013

Abwechslung muss sein
Von Corina Appel

Zum Adventskonzert haben sich die Hasselbacher Sänger Freunde auf die Bühne eingeladen
Der Männergesangverein Liederkranz gab vergangenen Samstag sein dreistündiges Adventskonzert. Mit dabei waren befreundete Chöre – mit und ohne Instrumente.

Hasselbach
„Da kommen ja immer noch welche“, rief eine Frau aus dem Publikum erstaunt. In der Tat waren es viele Männer, die da auf die Bühne im Kulturforum kamen. 51, um genau zu sein. Alles Sänger des MGV Liederkranz Hasselbach. Wenn die Gruppe komplett ist, sind es sogar 56, informierte der Vereinsvorsitzende Clemens Gattinger stolz. Die Sänger kamen am Samstagabend im schicken dunklen Anzug mit weißem Hemd und Krawatte auf die Bühne, um ihr Konzert im Advent zu geben. Aber nicht alleine, denn Abwechslung sollte sein.
Der Posaunenchor Usingen unter Leitung von Dietmar Gloede war ebenfalls vertreten. Bei den Könnern an den Blechblasinstrumenten hatten schräge Töne keine Chance. Und mit dem La Cappella Junior-Chor hatte der MGV Sängerinnen gewonnen, die unter Leitung von Veronika Bauer bereits einige Preise gewonnen haben. Kein Wunder also, dass die jungen Frauen mit begeistertem Applaus belohnt wurden. Als Solo und in Begleitung brillierte die Sopranistin Valeska Judisch.
Vorstandsmitglied Michael Sommer verkündete zunächst einige Programmumstellungen und begrüßte die Gäste. Das alles ohne Mikrofon, das zwar auf der Bühne stand, allerdings anscheinend nur der Dekoration diente. Doch Sommer, als Sänger stimmerprobt, konnte sich auch ohne den Verstärker durchsetzen.

Der Liederkranz eröffnete als Gastgeber mit einem beeindruckenden „My Lord, what a Mornin’“ von R. Lee Gilliam, in dem die Herren gleich einmal zeigten, dass sie nicht nur laut können, sondern durchaus auch pianissimo. Bravissimo gab’s dann von den Zuhörern für diesen stimmungsvollen Einstieg.Von jetzt an griff die erste Programmänderung, denn der MGV sang sein komplettes Konzert-Repertoire am Stück durch. Acht Lieder, der Zeit entsprechend, präsentierten die Sänger unter Leitung von Dirigent Matthias Schmidt. Abwechslungsreich war es dennoch, denn beim „Gnädig und Barmherzig“ von A. E. Grell legte Tenor Martin Maibach ein Solo ein, das seine Mitsänger leise begleiteten. Und bei „Sancta Maria“ sowie zwei weiteren Adventsliedern übernahm Valeska Judisch die Soloparts. Ein wahrer Hörgenuss für das Publikum, was sich am Applaus bemerkbar machte.Ohne Pauken, aber mit Trompeten, Posaunen, Horn und Tuba blies der Posaunenchor Usingen danach den Zuhörern den Marsch. Und zwar einen von Henry Purcell. Im Anschluss schmetterten die Blechbläser eine flotte Gavotte vom Klassik-Genie Bach in den Raum, und weiter ging es mit flotten, getragenen, bekannten Weisen und Literatur aus dem Spätmittelalter. Ebenso abwechslungsreich war das Programm, das die jungen Damen des La Cappella-Chores aus Burgholzhausen auf die Beine gestellt hatten. Die zwölf Sängerinnen im Alter von 16 bis 19 Jahren präsentierten meist vierstimmig, zum Teil sogar siebenstimmig, Werke aus der klassischen Frauenliteratur.Zum Teil. Denn die jungen Damen hatten auch moderne Stücke aus Schweden und Großbritannien dabei. „Natt over jorden“ von der Komponistin Karin Rehnquist war sicher eines der beeindruckendsten Stücke, in dem die Sängerinnen langsam verhallende Echos gesanglich darstellten. Ein weiterer Höhepunkt war „Stille Nacht“. Wer dachte, das war das letzte Highlight des Abends, hatte sich getäuscht. Denn mit der Zugabe setzten die Sängerinnen noch eins drauf. Das „Ding-Dong-Lied“ mussten die jungen Damen daher noch einmal wiederholen. Erst danach durften sie die Bühne verlassen.

Bericht der Taunus-Zeitung vo 18.12.2013; Quelle: www.taunus-zeitung.de/lokales/hochtaunus/Abwechslung-muss-sein;art690,710860

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